So überschrieb die Rhein-Neckar-Zeitung in der Ausgabe vom Freitag, 13. März, ihren Bericht von Nicoline Pilz über unsere Jahreshauptversammlung. Das Zitat stammt von Heike Vetter, die an diesem Abend ihren Entwurf für den „Piko-Park“ neben dem Schlösschen vorstellte.
„Wir wollen Denkmal- und Naturschützer sein“, sagte Vorsitzender Hans Stahl am Mittwochabend in der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung des Fördervereins Edinger Schlösschen. Und das passte. Breiten Raum nahm an diesem Abend das Projekt Piko-Park als vielversprechender Entwurf von Heike Vetter unter der Überschrift „Aussichtsreich“ ein. Die Grafikerin ist Vorstandsmitglied im Nabu Edingen-Neckarhausen und hatte Stahl angesprochen, dass sich für die naturnahe Entwicklung der Nachbarbrache Fördergelder beim Bund beantragen ließen.
Wie bereits berichtet, einigten sich Gemeinde und Förderverein hinsichtlich des hinfälligen Nachbargebäudes und -grundstücks, um den Blick auf das Edinger Schlösschen endlich freistellen zu können: Die Gemeinde verzichtete auf einen Verkauf, dafür ließ es der Förderverein auf eigene Kosten abreißen und sagte zu, sich um die Pflege des dann brachliegenden Grundstücks zu kümmern. Im Gegenzug verzichtete die Gemeinde wiederum auf eine jährliche Pacht. Dann kam Heike Vetter mit der Idee des Piko-Parks, einem neuen Typus an Grünflächen im urbanen Bereich. Beispiele zeigte sie später aus Berlin und Speyer, wobei Letztgenannter seit 2019 existiert und von einer Pflegeinitiative aus Bürgern betreut wird. „Ein Selbstläufer“, zitierte Heike Vetter die Eigentümerin, eine Baugenossenschaft. Nach Antragstellung auf Fördergelder ging es schnell. So schnell, wie er es noch nie erlebt habe, wie später Dietrich Herold als Bürgermeister-Stellvertreter in einem dankbaren Grußwort im Namen von Bürgermeister Florian König und des Gemeinderats sagte.
Nachdem der Förderantrag gestellt war, dauerte es lediglich eine Woche bis zur Zusage. Von den auf rund 55 500 Euro geschätzten Kosten der Umsetzung wird das Bundesministerium für Umwelt 80 Prozent, also 44 400 Euro, übernehmen. Stahl vermutet indes, dass die Kostenschätzung nicht ausreichen wird und der Förderverein trotz hohen Spendenaufkommens in 2025 weiter auf Spenden angewiesen sein wird.“ (wird fortgesetzt)