Letzte Woche stellten wir mit freundlicher Erlaubnis von Reporterin Nicoline Pilz den ersten Teil ihres RNZ-Berichts über unsere Jahreshauptversammlung ins Mitteilungsblatt. Teil zwei knüpft an den Hinweis unseres Vorsitzenden Hans Stahl an, dass der Förderverein, trotz der erwarteten 80-Prozent-Förderung durch das KFW-Programm des Bundes sowie eines hohen Spendenaufkommens im vorigen Jahr, weiter auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist, um dieses Projekt zu stemmen.
„Dafür bekommen die Bürger am Ort, insbesondere das historisch interessante Edinger Oberdorf, einen kleinen Park (Piko ist abgeleitet vom italienischen „piccolo“, sprich klein), der auf kompakter Fläche von 302 Quadratmetern sowohl die Biodiversität als auch das Miteinander fördert. ‚An die Fördergelder sind Kriterien geknüpft`, erklärte Heike Vetter. Mindestens 80 Prozent der Fläche müssen unversiegelt sein, Barrierefreiheit muss zeitlich und räumlich gewährleistet werden. Pflanzen sollen Vögel und Insekten anlocken. Geplant sind Wildstauden, eine kleine Wasserstelle mit Quellstein, Schattenplätze, eine Wiese mit Liegen, Totoholzbereiche und von vorne her eine minimale Treppe, die zu einem Platz von circa fünf Metern Durchmesser führt. Heike Vetter stellte die einzelnen Stationen im Rundgang durch den Piko-Park vor. ‚Dieser Park soll leben‘, meinte sie. Mit der abschnittsweisen Umsetzung des Entwurfs ist Landschaftsgärtner Aleander Jung beauftragt. Vor Juni werde er nicht starten können, sagte Hans Stahl. Der dann noch eine erfreuliche Überraschung parat hatte. Altgemeinderat und Ehrenringträger Georg Kohler hatte jüngst seinen 90. Geburtstag gefeiert und dabei um Spenden für das Projekt Piko-Park gebeten. Den dabei erzielten Betrag von 890 Euro hatte er auf 1000 Euro aufgestockt. An Hans Stahl übergab er nun den Schlüssel für die Spendenbox. Einige Fragen gab es nach Vetters Vorstellung, und Roland Kettner eröffnete den Reigen an Befürchtungen vor Vandalismus. Denn eigentlich sollte Kurt Geißlers Meisterstück – der Glasermeister war Miteigentümer des Schlösschens – im Park ausgestellt werden. Einige Mitglieder waren dagegen. Wünsche nach Licht und einem Pavillon wurden geäußert. Manches wird sich nach den Förderrichtlinien und anderes nach dem finanziell Machbaren richten müssen.“
Foto: Nicoline Pilz